Ein unmoralisches Angebot – Teil 2

Ich hatte ja bereits meine ersten Erfahrungen am Ballermann geschrieben, dass ich zusammen mit meiner Freundin ein Hotel gefunden und wir eine Gruppe kennengelernt haben. Einer hat mir dabei besonders gut gefallen, Jens. Glaube ich zumindest hieß er :-).

Es war noch nicht einmal der erste Tag vorbei und habe schon mehr erlebt als die letzten 10 Jahre bei mir zu Hause. Jens hatte mich ja an der Bar im Megapark wieder getroffen und wir wollten uns ein wenig unterhalten. Also sind wir nach draußen an den Strand gegangen. Wir haben uns zuerst auf die Mauer gesetzt und über belangloses Zeugs gesprochen. Ich fand es dennoch sehr schön, mit der Musik im Hintergrund, den Menschen auf der Straße, es war schön warm, vor uns der Strand mit dem rauschenden Meer. Wenn man einen Roman schreiben würde, dann wäre genau das was ich mir unter einer Liebesszene vorstellen könnte. Doch hier bin ich im realen Leben und ein netter Kerl sitzt neben mir. Ich spüre die Schmetterlinge in meinem Bauch (wusste nicht, dass man das mit 40 auch noch spüren kann) und wusste nicht so recht, was ich jetzt machen sollte. Es war für mich irgendwie, als wäre es mein erstes Mal mit einem Jungen zusammen sitzend an der Strandpromenade, Händchen haltend, so frisch verliebt. Allerdings wusste ich, oder sagen wir mal, ich spürte, dass es nicht alles sein kann. Ich war auch irgnedwie so aufgeregt.

Nachdem wir von uns selbst erzählt haben, ich mein langweiliges Leben ausführlich geschildert hatte – ich glaube ich rede zu viel!!! –  wir ein wenig über das Leben des anderen erfahren haben, hatte ich das Bedürfnis ihn zu Küssen. Ich wollte unbedingt, dass er mich in den Arm nimmt und mich küsst. Ich war hin und hergerissen und mir wurde es sehr warm im Brustbereich. Mein Herz fing wieder stark an zu klopfen und mir wurde heiß und kalt. Soll ich mich darauf einlassen und es einfach machen? Ich bin ein Angsthase. Doch bevor ich überhaupt nachdenken konnte, stand Jens auf, holte sein Telefon aus der Short raus und tippte darauf rum. Ich merkte wie die ganze Aufregung verschwand und ich mir blöd vorkam. Um nicht zu sagen enttäuscht.

Jens blickte kurz zu mir auf und sagte dann, dass er mir etwas zeigen möchte. Er drehte das Handy zu mir rum und zeigte mir ein Bild von einer Frau. Ich wusste zuerst nicht was ich sagen sollte, als Jens mir zu verstehen gab, dass dies seine Freundin war. Sie waren 5 Jahre zusammen, bis sie für 1 Jahr nach Australien gezogen ist um dort eine Arbeit zu beginnen. Ich müsste lügen wenn ich nicht am liebsten aufgestanden und davon gelaufen wäre. Das war schon ein kleiner Stich mitten ins Herz. Doch auf einmal nahm Jens meine Hände blickte mich an und sagte, dass er das Bild immer bei sich hatte, da ihn der Weggang sehr geschmerzt hatte, aber noch mehr, dass sie nach ca. 10 Wochen Aufenthalt in Australien bei einem Verkehrsumfall ums Leben gekommen ist. Das ist jetzt 3 Jahre her und er wird auch immer an sie denken. Bisher konnte er seine Gedanken nicht an jemand anderen vergeben – bis Heute. Als wir uns heute im Hotel getroffen haben, da hat sich etwas verändert, sagte er. Es war ein Gefühl, so als würde jetzt der Moment gekommen sein, dass er loslassen sollte. Darum hat er mich gleich noch angesprochen, ob wir uns an diesem Abend sehen sollten. Mich überkamen in diesem Moment die Tränen, da ich nicht wusste ob ich traurig oder freudig sein sollte. Traurig, da es doch eine Geschichte ist, wie sie das Leben nun mal spielt. Freudig, da ich Jens sehr gerne mochte.

Ich bin dann aufgestanden, habe ihm in die Augen gesehen, habe ihn umarmt und wir hatten uns geküsst.

 

Ich musste das jetzt noch ein wenig wirken lassen, wenn ich an diesen Moment zurückdenke, es war so unbeschreiblich schön…

 

Mir kam der Kuss damals eine gefühlte Ewigkeit lang vor. Wir wurden durch ein klirren von Glas aus unserer Umarmung gerissen. Ein paar Betrunkene hatten sich hinter uns torkelnd die Kante gegeben und dabei ist ein Glas zu Bruch gegangen. Wir haben uns dann an den Händen genommen und sind zum Wasser runtergelaufen. jens nahm mich in den Arm und wir schauten hinaus aufs Wasser. Es war ein toller Abend, der noch lange nicht vorbei sein sollte. Mir kam es mittlerweile vor, als kannten wir uns eine Ewigkeit, mein Vertrauen in Jens war wie ein Safe, in dem ich alles hineinschließen konnte. Wir sind dann den Strand entlang spazieren gegangen und haben auch eine zeitlang nichts gesprochen. Dies war ein toller Moment und ich hoffe ich werde ihn nie vergessen. Als wir dann an eine Stelle kamen, wo nichts los war, es war auch schon kurz nach 1 Uhr Nachts, haben wir uns in den Sand gesetzt und uns wieder geküsst. Irgendwie überkam es uns dann und Jens hat mich überall geküsst, meine Brüste, meine Arme, meinen Hals. Man konnte hier am Strand nichts sehen, was uns sehr zu gute kam. Wir lagen beide splitterfaser nackt im Sand und haben uns gegenseitig alle Körperstellen geküsst. ich muss gestehen, ich hatte noch nie so ein großes Glied gesehen… Er liebkoste mich an meiner Scheide und befriedigte mich mit seiner Zunge. Nicht nur einmal. Natürlich wollte ich mich auch bei ihm ran machen und habe seinen Penis sanft mit meiner Hand massiert. Ich küsste ihn und hab mit meinem Mund und Zunge ihn geliebt. Ich merkte wie er immer dicker und härter wurde, als er mir alles in den Mund gespritzt hatte. Wow, hatte ich auch noch nicht erlebt. Er sagte nur noch, dass es ihm leid tat, er konnte es nicht mehr halten. Mir tat das aber nicht leid, ich habe es genossen.

 

Ich weiß noch, dass wir zurück ins Hotel gegangen sind und uns verabschiedet hatten. Weder bei mir noch bei ihm konnten wir ins Zimmer, da wir beide nicht alleine einquartiert waren. Also verbrachte jeder die Nacht in seinem Zimmer. Als ich am nächsten Morgen, oder besser gesagt ein paar Stunden später aufgewacht bin, wollte ich sofort zu ihm rübergehen. Ich habe mich sofort ins Bad aufgemacht und mich umgezogen, bin dann raus und runter in die Lobby. Ich dachte mir, dass ich ihn bestimmt antreffen werden. Irgendwann kam dann meine Freundin in die Lobby und grinste mich an. Na, tolle Nacht gestern gehabt? Ich habe ihr dann im Schnelldurchlauf alles erzählt. Ich war schon wieder aufgeregt und konnte es kaum erwarten, Jens wieder zu sehen. Nachdem es dann schon kurz vor 11 war, dachte ich, ich lasse mal von der Rezeption aus auf dem Zimmer anrufen. Also bin ich schnurstracks dort hin und sagte, ob sie denn mal bitte im Zimmer 38 anrufen könnten. Die Dame schaute mich an, tippte etwas in den Computer ein, schaute dann ein wenig komisch und sagte zu mir, dass Zimmer 38 heute früh um 6 bereits abgereist sind. Sie waren nur für eine Nacht eingebucht und sind heute früh mit dem Bus weg.

 

Ich möchte noch nicht zu viel verraten, aber die Geschichte nimmt gerade einen Weg ein, den man sich nicht vorstellen kann. Nachdem wir eine tolle Nacht miteinander hatten, reist er einfach ab?? Hat er mich am Schluss nach Strich und Faden veräppelt??? Bis zu diesem Zeitpunkt wusste ich noch nicht warum und wieso. Ich werde es euch beim nächsten Mal weitererzählen.

Bis dann. Kussi

Mai 24, 2017
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