Kamasutra

Als Kamasutra bezeichnet man das aus Indien stammende mythische Buch für Liebhaber schöner Werke, vor Allem aber für Liebhaber der Leidenschaft.

Der Inhalt des Werkes geht dabei über ein einfaches Erotiklehrbuch hinaus, auf das man es gerne reduziert, sondern versteht sich als Anleitung für die erotisch-sexuelle und zugleich ethische Lebenskunst. Es bietet sehr detaillierte und pragmatische Anleitungen wie Stellungen beim Geschlechtsverkehr. Auch die homosexuellen Sexpraktiken werden darin aufgeführt, sind den heterosexuellen aber klar untergeordnet.

Desweiteren beschreibt und reglementiert es die Partnerwahl sowie den Machterhalt innerhalb der Ehe, den Ehebruch, die Prostitution und den Gebrauch von Drogen.

Aufgrund der Beschreibung von vier Schlagarten beim Liebesspiel und der dafür zulässigen Körperregion gilt das Kamasutra als einer der ersten historischen Anleitungstexte mit BDSM-Bezug.

Was bedeutet Kama?

„Kama“ ist ein unkeusches Wort und bedeutet frei übersetzt „Verlangen“.
Es bedeutet nicht nur Liebe oder Sex, sondern ist auch Ausdruck für das Knurren eines leeren Magens.

Als „Sutra“ bezeichnet man altehrwürdige Werke, welche die kulturelle Grundlage Indiens legten, noch bevor es die Schrift gab.

Im altindischen Glauben, welcher dem Kamasutra zugrunde liegt, gilt es, drei „Güter“ im Leben zu erwerben.
Zum Einen, Dharma, welches für das spirituelle Wohl durch Befolgung religiöser Richtlichen steht,
zum Anderen, Artha, für materielle Güter und Reichtum
und schließlich Kama, den sinnlichen Genuss.

Höchste Priorität dabei hat Dharma, gefolgt von Artha und schließlich Kama, denn ein Gut mit niedriger Priorität darf nach dem Kamasutra den Erwerb eines höherwertigen Gutes nicht stören.

Februar 22, 2011
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